Draußen gewesen

Mittwoch, 13. Februar 2008

Über die Hügel

Larissa-und-Hirsch2

Donnerstag, 31. Januar 2008

Mindel

Am Mindelsee bin ich gewesen.

Mittwoch, 2. Januar 2008

Zeit zwischen den Zeiten

Etwas perlt ab


Die Zweige der Birke sind geschmückt.
In der Nacht erahnt man die Äste der Bäume, aber das hilft nichts, man rennt trotzdem dagegen.
Ein erschrockenes Lachen zeigt jene an, die gegen die Äste gerannt sind. Das macht nichts, man kann nie ganz still sein.
Eine Laterne steht am Kopf eines kleinen Gartenwegchens zwischen zwei Beeten. Da steht ein Geist, der streng seine Augen aus der Dunkelheit auf einen richtet, aber nur wenn man es will.
Man könnte sich vor ihm auf die kalte Erde legen und ihm danken, dass er auch da ist.
Bunte Lichter dringen nur leise durch den nächtlichen Garten, sie stecken das Gelände ab, einen möglichen dritten Ort.
Wie magisch, wie poetisch, (pschtpstststst).
Nah bei der Birkenwurzel hat man den blaue Omphalos in das Gras gelegt, darüber hängt eine gelbe Windrose in den Zweigen. Weit oben im Wald am Birkensee sind wir einmal gewesen.
Gelb und Blau sind Komplementärfarben.
Körper sollen den blauen Stein umkreisen, welche Ordnung, welcher Kosmos kann darin einen Ausdruck finden?
Wir sind auf der Suche nach Prinzipien.
Einige Prinzipien wie Freunschaft, Vortrefflichkeit oder Gelöstheit im Alltag liegen schon in der Nabenspeiche Freiheit bereit.
Kosmos bedeutet Ordnung. Aber keine Ordnung, die überall gilt.
Wir laufen zwischen einer Verspieltheit auf der einen Seite und einer Ernsthaftigkeit auf der anderen Seite hin und her, und da die Grenzen zwischen diesen beiden Polen ineinander verschwimmen, weiß die Schreiberin nicht so genau wo zwischen Spiel und Ernst sie sich befindet.
Ich will doch nur spielen, denkt sich sich im Stillen, aber Spiele können verdammt ernst gemeint sein. Und da denkt sie in ihrer Einfachheit und Kindlichkeit:
Ist denn die Welt nicht vielmehr so klein und zerbrechlich, dass man vor ihr schweigt, weil man sie nicht wecken will aus ihrem sanften Schlummer?
Wie war das ? (Vergangenheit)
Die kleine Schreiberin eignete sich die Welt an, indem sie (schnüffelnd) um sie herumlief um sie zu verstehen, einzusammeln, zu klassifizieren. Sie schien die Dinge, die ihr in der Welt begegneten, nicht zu hinterfragen. Sie traten von außen an sie heran und sie war sich sicher, dass alle diese wunderbaren Dinge von Gott gemacht waren. Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose.
Aber schon schlummert die kleine Welt nicht mehr und auch die Schreiberin ist aufgewacht, ein bisschen unsanft zwar, so dass ihr der neue Blick erst einmal von Tränen versperrt ist.
Zu einer ähnlichen Entwicklung schreibe Heine:
„Dieselbe Philosophie, die schnüffelnd an den Dingen herumlief, und sich Merkmale der selben einsammelte und sie klassifizierte, hörte auf, als Kant erschien, und dieser lenkte die Forschung zurück in den menschlichen Geist und untersuchte, was der kund gab. Nicht zu Unrecht vergleicht er daher seine Philosophie mit dem Verfahren des Kopernikus. Früher als man die Welt stillstehen und die Sonne um dieselbe herumwandeln ließ, wollten die Himmelsberechnungen nicht sonderlich übereinstimmen; da ließ Kopernikus die Sonne still stehen und die Erde um sie herum wandeln, und siehe! Alles ging nun vortrefflich. Früher lief die Vernunft, gleich der Sonne, um die Erscheinungswelt herum und suchte sie zu beleuchten; Kant aber läßt die Vernunft, die Sonne, stillstehen, und die Erscheinungswelt dreht sich um sie herum und wird beleuchtet [...]“1

So rollten sich die grünen Strümpfe von ihr ab. Ein leises Stöhnen durchschaukelte den Raum und die Kirschen verloren ihre Farbe. Das Rot ist manchmal warm auf dem weißen Laken liegengeblieben.
Ein kindliches Lachen entflieht ihrem Mund. Sie ist an einem der Äste im Garten hängengeblieben.



*1Heine, Sämtliche Schriften. hg. Von Klaus Briegleb, München: dtv, 1997 III, 600

Montag, 10. Dezember 2007

Wenn ich den See seh

Bodensee1

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Montag, 26. November 2007

...

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Am Birkensee bin ich gewesen über den ein Steeg geht. Während das Holz unter meinen Füßen klingt, fängt es an zu schneien, vielmehr zu schnieseln. Ein unglaublich milder und süßer Schneeriesel kommt vom Himmel und zerstäubt vor meinen Augen. Ich sehe das Weiß der Birken blitzen. Ich mag sie, wie sie so aufrecht da stehen oder sich in das Moor zur Ruhe gelegt haben. Das Moos ist grün und weich.
Aber es ist zu kalt um die Schuhe auszuziehen, um die Fußsohlen an das weiche Moos zu schmiegen. Ich taste nach den Nadeln eines Gehölzes, was da neben mir aus dem Wasser ragt und umschließe das nadelige Grün fest mit beiden Händen.
Jetzt weiß ich wieder, warum es gut ist das Zimmer zu verlassen und an den See, der ein Moor ist, zu fahren.
Und wie beende ich diese Niederschrift nun, ohne ein allzu kitschiges Ende?
Wie soll ich diese Begegnung mit diesem Gehölz noch weiter beschreiben?
Floskeln wie, "welche Sprache wir auch immer sprachen, es war die Sprache des Herzens", oder, "ich hatte das Gefühl jemanden gefunden zu haben, der mich in meinem Sosein versteht", gefallen mir nicht so recht, vielmehr stoßen sie mich ab.

Aber so ähnlich ist es wohl gewesen.


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