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Mittwoch, 2. Juli 2008

Neuer Blog

Ich will diesen Blog langsam auflösen. Ein neuer befindet sich unter Meer im Augenblick

Dienstag, 27. Mai 2008

Anna fühlt sich unwohl

Anna sagt zu dem Mann: "warum sind hier alle so ernst?" und der Mann antwortet: "pst! sei still". Aber so eine Antwort macht Anna nicht glücklich. Nach einer Weile ist alles immer noch ernst und die Frauen tragen keine bunten Kleider. Anna schaut zu dem Mann auf und sagt: "ich sehe nichts mehr", denn die Gesellschaft ist aufgestanden. Der Preis wird verlieren. "Wir sind froh, Ihnen Herr Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Professor Außerordentlich diesen Preis für ihre hervorragende Leistung auf dem Gebiet der Erforschung des grundlos unbegründeten Grundes an sich zu überreichen". Der Doktor ergreift das Wort. Rührung bleibt bei dem 68. Ehrenpreis unnötig. Anna fühlt sich unwohl, aber wenigstens haben sich alle jetz wieder hingesetzt. "Du?" sagt Anna, "warum hat der Mann da vorne so viele Vornamen, wo er doch nur ein einziger Mann ist?". "Das sind keine Vornamen", sagt der Mann, "er ist ein Doktor". "Das ist prima", sagt Anna, "dann kann er mich bestimmt gesund machen, ich fühle mich nämlich gerade gar nicht wohl". Der Mann neben ihr ist genervt, denn eigentlich will er hören, was der Doktor zu sagen hat. Anna zupft ihn am Ärmel, aber der Mann reagiert nicht. Scheinbar interessiert schaut er wie alle anderen gebannt nach vorne, dem Doktor mitten ins Gesicht. Annas Gesicht verzieht sich und sie fängt an unruhig auf ihrem Stuhl herumzurutschen. Ihre Strumpfhose juckt und sie würde jetzt lieber zu Hause im Bettchen bei Beo ihrem Waschbär liegen. Es gibt zu Hause auch gerade keine Mama, die warm und weich ist. Anna ist traurig, denn sie versteht nicht, was sie in dem großen Saal mit all den stillen Menschen soll. "Du?", sagt Anna leise "können wir nach Hause gehen? Ich mag den Doktor nicht, der schaut mich gar nicht an und er kann auch erst recht nicht bis zu mir hindurchkommen, weil alle so unbeweglich dasitzen". "Mensch Anna", sagt der Mann von oben "wir sind doch gerade erst gekommen, da können wir jetzt nicht schon wieder gehen".
Anna schweigt, sie merkt, dass es keinen Sinn macht länger einen Weg hinaus zu suchen. Sie schweigt und verliert sich in den grauen Haaren der Frau, die genau vor ihr sitzt. Ihre Augen tasten die schöne Spange ab, auf der hell glitzernde Perlen nebeneinander aufgereiht sind. So eine Spange möchte sie auch einmal haben. Und überhaupt möchte sie einmal so schön sein, wie sie sich diese Dame in ihren Gedanken vorstellt, denn sie sieht nur ihren Rücken. Wenn ich wieder gesund bin, denkt Anna, dann werde ich eine Dame, ich trage dann ein langes Kleid und lege mich damit unter den Tisch und spiele, dass mich einer finden muss, das ist toll. "Du?" sagt Anna? "Ich werde mal eine schöne Dame, wie die mit der Spange und dann musst du mich finden, aber ich liege dann unter dem Tisch und du musst mich suchen". Anna gluckst fröhlich aus sich heraus, aber der Mann zerrt sie vom Stuhl und schiebt sie nach draußen, während er mit seinen Blicken nach Verständnis und Mitleid bei den versteinerten Professoren sucht. Die sind nur kurz irritiert, denn eigentlich wissen sie ja, das Hunde und Kinder hier nichts zu suchen haben.

Dienstag, 29. April 2008

Wir machen im Grunde nichts

Anna sagt zu dem Mann: "Warum machst du nicht das, was du kannst?". Und der Mann sagt: "Genau das kann ich". Aber Anna sagt: "Du kannst das. In Ordnung, aber eigentlich kannst du etwas viel schöneres". "Aber das, was ich jetzt mache, muss doch auch einer machen", sagt der Mann, aber Anna ist nicht zufrieden. "Aber vielleicht findet sich einer, der das besser machen kann als du, weil er nichts anderes machen kann als das, aber du... ", sagt Anna und spricht nicht weiter. "Ich kann natürlich etwas anderes machen", sagt der Mann, "das, was ich eigentlich kann, aber ich habe es verlernt". Anna erwidert, "dann musst du es wieder lernen und den Bestzustand erreichen, das macht die Welt schöner". Und der Mann sagt: "Aber dann haben wir immer noch das Müllproblem". Anna: "Dann muss sich eben jeder einmal um den Müll kümmern". "Das ist eine nette Vorstellung", sagt der Mann, aber das funktioniert nicht. Anna verdreht die Augen: "Und was funktioniert?" fragt sie aufgeregt. "Das, was wir gerade machen? Wir machen gerade im Grunde nichts, weil keiner an das denkt, was er für die anderen machen könnte und weil nur wenige das machen, was sie glücklich macht". "Mich macht glücklich, wenn ich mir solche Fragen nicht stellen muss", sagt der Mann, nimmt seinen Autoschlüssel und geht.

Samstag, 26. April 2008

In seines Nabels engem Becher war / das ganze Dunkel dieses hellen Lebens

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Sol

Freitag, 25. April 2008

...

Die wilden Obstwiesen am Radolfzeller See sind berauschend gewesen, der Blick von den wilden Gärten auf den See voller Kindheitserinnerungen. Während ich in der Sonne leichtfüßig umherging, begleitete mich unaufhörlich das Geräusch der Schnellstraße, die sich hinter mir in etwa 500m erstreckte. Unten, direkt am Ufer, also vor mir, fuhren auch Menschen in ihren Autos.
Die Autos als Störfaktor betrachtend, dachte ich nur: "das ist eben der Preis den wir für Mobilität, Kultur und Globalisierung zahlen. Da muss man dann eben in den sauren Apfel beißen".

...aber nachdenklich stimmt es mich trotzdem.

Donnerstag, 17. April 2008

...

Laut Amnesty International warten zur Zeit 20. 000 Menschen weltweit auf ihre Exekution...

Seit 1990 wurden Amnesty International neun Staaten bekannt, die straffällige Jugendliche hingerichtet haben:
China, Iran, Jemen, Nígeria, Kongo, Pakistan, Saudi-Arabien, Sudan, USA.

Quelle: taz

Dienstag, 15. April 2008

...

Wir weinen nicht, weil wir traurig sind,
wir sind traurig, weil wir weinen.

Mittwoch, 6. Februar 2008

...

Er: Erzähl mir von der Ewigkeit, der Traurigkeit, der Tiefe
Sie: kenn ich nicht
Er: Dann von der Freiheit, der Sorglosigkeit, der Begeisterung
Sie: kenn ich auch nicht
Er: Erzähl mir von der Freude, der Hoffnung, der Demut
Sie: auch das nicht
Er: Dann von der Treue, der Zartheit, der Entschlossenheit.
Sie: kenn ich nicht
Er: Erzähl mir von der Waghalsigkeit, der Bitterkeit, der Verliebtheit
Sie: nicht.
Er: Dann von der Vertrautheit, der Kargheit, der Einsamkeit
Sie: -
Er: du ?
Sie: -


Wir bitten alle Gäste das Theater schnell zu verlassen. Wir entschuldigen uns für diesen kleinen Zwischenfall. Selbstverständlich bekommen Sie Ihr Geld zurück.
Kommen Sie gut nach Hause

Samstag, 12. Januar 2008

Tango ist besonders schön, wenn man traurig ist

Etwas zu lesen, kann sehr schön sein. Zusammen verschiedene Bücher zu lesen, in einem Zimmer kann der Himmel auf Erden sein, weil man so sicher ist, zusammen etwas schönes zu machen. Ab und zu tauscht man einen Blick, ein Lächeln, dann taucht jeder wieder in den Strom der Buchstaben und Bedeutungen.
Tango ist besonders schön, wenn man traurig ist.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Warum

Warum kann man Wissen nicht riechen, nicht schmecken, nicht anfassen, warum hat Wissen keine Farbe, warum kann man mit ihm keine Bilder malen...


Werft einen Blick !

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